DAS VERFAHREN

Der Prozeß kann wahlweise vor dem Richter des Wohnortes des antragsstellenden Partners oder des anderen Partners geführt werden und der Einigungsversuch ist nicht mehr obligatorisch.
Heutzutage gibt es drei Gründe, welche eine Scheidung rechtfertigen können:

  • gegenseitiges Einverständnis;
  • unilateraler Anspruch zwei Jahre nach der Trennung;
  • Bruch des Ehebandes.

Falls kein Konflikt besteht und die Ehepartner sich über alle Aspekte der Scheidung und die nebensächlichen Folgen einig sind (Anvertrauen der Kinder, elterliche Sorge, Alimente, Abwicklung des Güterstandes, usw.) kann es für beide Partner möglich sein, einen vereinten Antrag zu stellen.

Falls die Ehepartner sich nur über einige Aspekte einig sind (z.B. Scheidungsentscheidung, Anvertrauen der Kinder, aber nicht die Alimente) ist eine Scheidung nach gemeinsamen Antrag mit partialer Vereinbarung vorhanden.

Es besteht dann die dritte Möglichkeit, die Scheidung nach unilateralem Antrag. Dabei fehlt der gemeinsame Wille zur Scheidung.

Merke: Aus praktischen Gründen wird der Termin “Scheidung“ angewendet; das Verfahren bezieht sich aber auch auf die eventuelle Trennung des Ehepaars.